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Teilabschnitt Thüringer Wald & Schiefergebirge/Frankenwald
Artenreiches Naturmosaik am Grünen Band

Die Landschaft des Frankenwaldes und des Thüringer Waldes ist geprägt von einem abwechslungsreichen „Auf und Ab“ zwischen Hochebenen, bewaldeten Hängen und Wiesentälern. Zwischen Stacheldraht und Grenzverbauung konnten sich während des DDR-Regimes nahezu ungestört wertvolle grüne Oasen entwickeln. Ebenso vielfältig wie das Landschaftsbild ist auch die Natur zusammengesetzt, deren verschiedene Lebensräume ein buntes Mosaik bilden.

Der unscheinbare Keulenbärlapp ist eine besondere Rarität; er konnte im Modellgebiet insbesondere auf den kargen Zwergstrauchheiden im Schutz des Grünen Bandes überleben. In dem auch geologisch sehr interessanten Gelände trifft man im Saaletal auf offene Felsfluren, die weitere seltene Naturschönheiten beheimaten, wie z.B. die Pfingstnelke und den Nordischen Streifenfarn.

Zahlreiche Fließgewässer durchziehen die Region, bis in die 1960er Jahre wurden auf einigen von ihnen Baumstämme transportiert. In den naturnahen Quellbächen tummeln sich Fischotter und Bachneunauge, während oberhalb der Wasseroberfläche Prachtlibelle und Quelljungfer auf Insektenjagd gehen.

Hochstaudenfluren aus Mädesüß, einem alten Heil- und Süßkraut, kennzeichnen die Feuchtbrachen entlang der Bäche. Andernorts sind es Breitblättriges Knabenkraut und Trollblume, die in den nassen Wiesentälern ihr Refugium finden. Die Niedermoore beheimaten verschiedene Wollgräser und Fieberklee. In sauren Magerrasen findet der seltene Violette Feuerfalter seine Futterpflanzen.
Bunt erblühen auch die artenreichen Bergwiesen, deren Aufwuchs mit heilkräftiger Arnika und würzigem Bärwurz schmackhaftes Heu für glückliche Kälber und Pferde liefert.
Im Lichtspiel von laubholzreichen Wäldern trifft man auf den auffällig glänzenden Großen Schillerfalter während der imposante Schwarzstorch am Himmel seine Kreise zieht.

Viele gefährdete Arten konnten sich im Grenzstreifen ansiedeln, wie z.B. das seltene Rostbraune Wiesenvögelchen und der Baumweißling; gemeinsam mit weiteren bedrohten Pflanzen und Tieren, wie z.B. Kreuzotter und Heidelerche, symbolisieren sie den hohen ökologischen Wert des Grünen Bandes.

Wer die Natur am Grünen Band erleben möchte, kann sich auf einem der zahlreichen Wanderwege selbst auf Erkundungstour begeben oder mit einem zertifizierten Natur- und Landschaftsführer auf den Weg machen. An den Infostellen der Naturparke sowie auf verschiedenen Erlebnispfaden gibt es viele Informationen zu den Besonderheiten der Lebensräume in der ehemaligen Grenzregion.

Eine Grenzerfahrung der besonderen Art vermittelt ein zweitägiges Naturerlebniscamp mit eigenhändigem Brücken- und Floßbau, dem Sammeln von Wildpflanzen und mit verschiedenen Spielaktionen wird der Aufenthalt zum intensiven Gruppen- und Familienerlebnis.

Aktuelle Naturerlebnisangebote erhalten Sie bei den folgenden Anlaufstellen:

 

FRANKENWALD TOURISMUS
Service Center
Adolf-Kolping-Straße 1
96317 Kronach
Fon: 09261/6015-17
Fax:  09261/6015-15
presse@frankenwald-tourismus.de
www.frankenwald-tourismus.de

 

 
Regionalverbund Thüringer Wald e. V.
Krankenhausstr. 12
98693 Ilmenau
Fon: 03677/68996-0
Fax:  03677/68996-6
presse@thueringer-wald.com
www.thueringer-wald.com

 



 
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