Nur etwa eine Stunde von Hamburg und Berlin entfernt, genießen die Besucher des Vierländerecks traumhafte Weite und Ruhe. Diese Vorzüge schätzt auch die artenreiche Tier- und Pflanzenwelt, die in den Elbtalauen und den Niederungen am Grünen Band einen optimalen Lebensraum gefunden hat.
Die menschenfeindliche Grenzanlage ermöglichte eine weitgehend ungestörte Entwicklung der Natur. Viele seltene und gefährdete Tier- und Pflanzenarten haben hier ihre letzten Rückzugsgebiete gefunden. Die Elbe ist einer der letzten naturnahen Flüsse Mitteleuropas. Aufgrund ihres hohen ökologischen Wertes und des großen Artenreichtums wurde die Flusslandschaft von der UNESCO als Biosphärenreservat geschützt.
Die Elbregion ist der wichtigste zusammenhängende Weißstorchlebensraum in Deutschland. Stattliche 12 Amphibienarten stehen auf der Speisekarte der über 500 Weißstorchpaare, deren Junge in den Nestern auf den Dächern der Elbdörfer aufwachsen.
Die nahe gelegene Niederungslandschaft nördlich von Salzwedel ist einer der bedeutendsten am Grünen Band: durch die Grenzsituation konnte sich ein vielgestaltiges Mosaik aus Feuchtwäldern, artenreichen Feuchtwiesen, naturnahen Fließgewässern und Binnensalzstellen mit einer charakteristischen Tier- und Pflanzenwelt großflächig erhalten.
Zu jeder Jahreszeit sind erlebnisreiche Naturbeobachtungen zu machen. Im Frühjahr klingen laute Froschkonzerte über Feuchtwiesen, Teiche und Moore. Balzende Frösche und Bekassinen sind auf Brautschau. Die Weißstörche kehren aus den Winterquartieren zurück.
Bunt erblühen im Sommer die artenreichen Feuchtwiesen, Moore und Heiden und locken Schmetterlinge und Insekten an.
In den urwüchsigen Auwäldern findet man die Spuren des Fischotters, der Ruf der seltenen Rohrdommel schallt übers Moor und der Elbebiber baut seine Biberburg. Schwarzstorch, Seeadler und Kranich kümmern sich um ihren Nachwuchs, nachts gehen die Fledermäuse auf Insektenjagd.
Wenn sich das Herbstlaub färbt, versammeln sich Tausende von Zugvögeln auf den Überschwemmungsflächen der Elbaue, auf dem Arendsee und in den Feuchtwiesen nahe Salzwedel, um sich für den Flug in die Winterquartiere zu stärken. Viele der gefiederten Gäste bleiben den ganzen Winter in der Region, dann ist die Landschaft erfüllt von den Rufen Zigtausender nordischer Gänse, vom Trompeten der Kraniche und den melancholischen Rufen der Singschwäne.
Für Naturfreunde wurden zahlreiche Aussichts- und Beobachtungspunkte eingerichtet, die auch mit dem Fahrrad gut zu erreichen sind. Eine Kanufahrt ermöglicht wunderbar hautnahe Beobachtungen auf den naturnahen Fließgewässern. Vom Ufer des Arendsees aus genießt man einen ausgezeichneten Blick auf den Schlafplatz der gefiederten Wintergäste. Vielseitige Exkursionen und Ausflüge werden vom Besucherzentrum der Burg Lenzen und qualifizierten Landschaftsführern angeboten, sie kennen die schönsten Plätze für einen Blick ins Wohnzimmer von Biber und Storch, die Jagdreviere des Seeadlers oder auf blühende Orchideenwiesen.
Aktuelle Naturerlebnisangebote erhalten Sie bei den folgenden Anlaufstellen:
Ansprechpartner:
Besucherzentrum Burg Lenzen
Burgstraße 3, 19309 Lenzen
Tel. 038792/1221
Fax: 038792/80 673
Info@burg-lenzen.de
www.burg-lenzen.de
BUND Landesverband Sachsen-Anhalt
Koordinierungsbüro Grünes Band
Tel. 039000/90872, 0151/12558830
gruenesband@bund-sachsen-anhalt.de
Elbtalaue Wendland Touristik GmbH
Rundling Lübeln 2, 29482 Küsten
Tel. 05841/9629-0, Fax 05841/962929
info@elbtalaue-wendland.de