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Teilabschnitt Harz
Harz – grenzenloses Naturerlebnis

Das nördlichste deutsche Mittelgebirge wird geprägt vom der markanten Ausstrahlung des Brocken und seiner bizarren Bergwildnis. Die „Abhörstation“ des DDR-Regimes auf der Spitze des Berges und ihr Umfeld waren besonders stark abgeschirmt. Der Natur kam diese Abgeschiedenheit zugute. In dem weitläufigen, strukturreichen Gelände konnten sich die unterschiedlichsten Lebensräume entwickeln. Intensive Schutzmaßnahmen tragen dazu bei, die Naturlandschaft zu erhalten, in der sich Wildkatzen, Luchse und Auerhähne wohl fühlen.

Der Harz ist ein großflächiges Gebiet. Auf seinen 2200 km² gibt es verschiedenartige Waldlebensräume, die mit ihren wechselnden Baum- und Krautschichten einer Vielzahl von Vogelarten, vom Schwarzspecht über den Raufußkauz bis hin zum Erlenzeisig eine Heimat bieten.

Auf dem waldfreien, stürmischen Gipfel des Brockens hat sich eine einzigartige Flora angesiedelt, die sonst nur in den Hochlagen der Alpen und Skandinaviens zu finden ist. Fast alpin erscheinen die schroffen Felslandschaften aus verwitterten Gesteinsblöcken, die vom Frost gesprengt zu Tal rollen. Doch auch in den kargen Felsspalten krallen sich noch genügsame Zwergsträucher fest; spezielle Moose und Flechten besiedeln das Gestein.

Die regengespeisten Hochmoore bieten den sumpfig-moosigen Lebensraum für Wollgras und Moosbeere sowie ein seltenes Relikt aus der Eiszeit: die Rosmarinheide. Auch der „fleischfressende“ Sonnentau, der mit seinen klebrigen „Tentakeln“ Insekten fängt, findet hier, ebenso wie besondere Smaragdlibellen und bedrohte Schmetterlingsarten, Nahrung und Rückzugsraum.
Im Nationalpark-Besucherzentrum „TorfHaus“ erfahren die Besucher alles über das Grüne Band, aber auch über die Harzer Moore, ihre Entstehung und Erhaltung sowie ihre europaweite Bedeutung für Naturschutz und Wissenschaft; bevor sie sich auf einem Moorsteg begeben und das Biotop aus nächster Nähe erleben.

Klare, kalte Gebirgsbäche rauschen zu Tal und formen mit ihrer Fließkraft die Landschaft. Auch hier finden sich scheue Bewohner, wie der Feuersalamander und die Wasseramsel. Bestimmte Wasserorganismen haben sich an das eisige Nass angepasst.

Weitere Naturschönheiten erschließen sich in den Ausläufern des Bergmassivs. Zwischen den sanften Hügel des Harzer Vorlandes wechseln Kiesfluren und artenreiche Halbtrockenrasen mit Kirschbäumen, Äckern und Kastanienalleen und bilden den Übergang von der Naturlandschaft zur Kulturlandschaft.

Die Vielseitigkeit der Natur im Harz erfreut jeden Naturliebhaber und ist für Vogelkundler und Botanikfreunde gleichermaßen spannend. Die Mitarbeiter des Nationalparks Harz sowie des Harzklubs bieten zahlreiche interessante Führungen und Exkursionen zu den schönsten Naturschauplätzen am Grünen Band an. Auch auf eigene Faust kann das gut ausgeschilderte Gelände erkundet werden. Es gibt zahlreiche Wanderwege, Aussichtspunkte und Naturerlebnis-Pfade, die das Gebiet erschließen und den Besuchern die Natur im Harz nahe bringen.

Aktuelle Naturerlebnisangebote erhalten Sie bei den folgenden Anlaufstellen:

 

Ansprechpartner:
Harzer Verkehrsverband e.V. HVV
Marktstraße 45
38640 Goslar
Tel. 05321/34040, Fax 05321/3404-66
www.gruenes-band-harz.de
www.harzinfo.de
info@harzinfo.de

 

Nationalpark-Besucherzentrum „TorfHaus“
Torfhaus 38 B
38667 Torfhaus
Tel. 05320/33179-0, Fax 05320/33179-19
www.torfhaus.info
post@torfhaus.info

 

Harzklub e.V.
Bahnhofstr. 5a
38678 Clausthal-Zellerfeld
Tel. 05323/81758, Fax 05323/81221
info@harzklub.de
www.harzklub.de/



 
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